04.04.2011

Mobiles Bezahlsystem: Deutsche bleiben skeptisch

Bezahlen per Handy wird noch immer skeptisch betrachtet: 70 Prozent der Befragten halten den mobilen Bezahldienst für unsicher und fürchten sich vorm Missbrauch ihrer Daten.

Aus Angst vor falschen Abbuchungen will mehr als die Hälfte der Bankkunden daher auf die mobile Bezahlfunktion verzichten. Das ist das Ergebnis einer Online-Befragung, durchgeführt von der Kommunikationsberatung Faktenkontor und dem Marktforscher Toluna.

Banken genießen großes Vertrauen

Bei der Frage nach dem sichersten Anbieter für die neuen Bezahlsysteme sehen die Deutschen Banken und Sparkassen weit vorne. Jeder Zweite vertraut auf die Entwicklung der notwendigen Technik durch die Geldinstitute. Nur 13 Prozent sind davon überzeugt, dass die Telekommunikationsgesellschaften sichere und funktionsfähige Bezahlsysteme auf den Markt bringen. Weniger als sieben Prozent setzen auf die Hersteller von Handy-Software.

mpass kämpft um Popularität

Auch unter den Befürwortern genießt das mobile Bezahlsystem kein uneingeschränktes Vertrauen. Zwei Drittel der potentiellen Nutzer wären zwar dazu bereit, die Bezahlfunktion per Handy in jedem Geschäft zu nutzen. Aber 45 Prozent wünschen sich dabei eine Obergrenze von 100 Euro. Zwölf Prozent setzen diese sogar bei maximal zehn Euro; lediglich 16 Prozent würden auf eine Beschränkung des Betrags verzichten.

Derzeit wollen die deutschen Mobilfunker Telekom Deutschland, Vodafone und Telefónica Germany das gemeinsam betriebene mobile Bezahlsystem mpass bekannter machen. Ende März 2011 haben sich die drei Mobilfunker mit dem international tätigen Bezahldienstleister Boku auf eine Zusammenarbeit geeinigt. Mit der Kooperation sollen vor allem Händler von  mpass überzeugt werden.

Faktenkontor

Bei der Online-Umfrage wurden 1.000 Bundesbürger von Faktenkontor befragt.  Faktenkontor ist eine Beratungsgesellschaft für Markenkommunikation, die sich auf Finanzdienstleistungen spezialisiert hat.

Autor: ES