27.10.2011

IPX – die Zukunft der mobilen Welt

Sprach- und Messaging-Funktionen – das sind wohl die bekanntesten Mobile Services. Doch da die Nutzung mobiler Bandbreite so stark wie nie zuvor zunimmt, steigen auch die Anforderungen.

Über Telefonie hinausgehende Dienste wie Zahlungen, Bankgeschäfte und Überweisungen gehören inzwischen zum mobilen Alltag. Dabei entwickelt sich das mobile Ökosystem zu einem IP-zentrierten System, in dem Netzbetreiber Partnerschaften mit Dienstleistern eingehen, die portable Anwendungen für eine Reihe von unterschiedlichen mobilen Endgeräten zur Verfügung stellen.

Der Wandel im Mobile-Services-Bereich ist schnell und das eröffnet Konsumenten größere Auswahlmöglichkeiten, wann wo wie sie was nutzen – dabei können sie sich frei entscheiden, über welches Endgerät sie diesen Service nutzen möchten. Das bedeutet gleichzeitig aber auch, Mobilfunknutzer erwarten, dass diese Services immer und überall verfügbar und zudem uneingeschränkt interoperabel sind. Und da kommt IP eXchange (IPX) ins Spiel.

IPX ist ein vom Internet getrenntes Kommunikationsnetzwerk, das die Interoperabilität  mobiler Services wie z.B. Sprachfunktion, Messaging, Signal- und Daten-Roaming über mehrere Dienstleister hinweg sicherstellt.

Mobile Network Operators setzen auf IPX

Bislang wurde IPX ausschließlich von Telekonferenz-Betreibern und Service-Anbietern genutzt. 2010 hat sich IPX als Verbindungsmechanismus bewährt, der Mobile Network Operators (MNOs) Zugang zu einem Service-fokussierten, sicheren Backbone für eine Reihe von Kernanwendungen verschafft. Internationale Anrufe bekommen so die Qualität eines Ortsgesprächs. Zudem wird heute die IPX-Qualität bevorzugt für das LTE-Daten-Roaming eingesetzt. Auch wird IPX für Roaming-Signalisierung und RIM Blackberry-Konnektivität sowie MNO-Anbindungen an SMS- und MMS-Messaging-Hubs verwendet. In all diesen Bereichen zeichnet sich IPX als bestes Konnektivitätsmedium aus. Aus diesem Grund kann man damit rechnen, dass sich IPX weiter als bevorzugtes Verbindungs-Backbone der MNOs etablieren wird und dass eine Vielzahl an MNOs IPX für ihre wichtigsten Services nutzen werden. Denn MNOs können den Bandbreitendruck auf ihren eigenen Internetgateways mindern, indem sie einen Teil des Datenverkehrs über  IPX leiten. Auch unterstützt es sie darin, eine bestimmte Service-Qualität zu garantieren (SLA) und sie können über Partnerschaften zusätzliche Dienstleistungen für ihre Firmenkunden anbieten. Ebenso können unabhängige Dienstleister mit Hilfe von IPX ähnliche Services über verschiedene MNOs hinweg und sogar über Festnetzanbieter bereitstellen.

Unternehmen, mCommerce und mPayment profitieren von IPX

Die extreme Anpassungsfähigkeit von IPX prädestiniert es geradezu für eine Nutzung auf Unternehmensseite. Dabei bietet es sich insbesondere als Verbindungsweg für hochwertige mCommerce- und mPayment-Anwendungen an. Verschiedenste Angebote der Unternehmen bis hin zu Social-Network oder Video Services profitieren von der Konsolidierung des spezifischen Datenverkehrs. Auch werden sich Mobile-Payment- und Mobile-Commerce-Anbieter in die erste Reihe des mobilen Ökosystems einreihen. Viele dieser Dienste sind zwar cloud-basiert, aber müssen über das Internet nicht nur Unternehmensnetzwerke und PCs erreichen, sondern auch für Konsumenten und eine Vielzahl unterschiedlicher Endgeräte zur Verfügung stehen. Insbesondere Zahlungsnetzwerke, die auf mobile Applikationen zugreifen müssen, ziehen Vorteile aus der IPX-Anbindung, da diese im Vergleich zu anderen Internetgateways eine höhere Sicherheit und geringere Datenlast bieten kann. Denn ein Vorteil des IPX ist es, eine dedizierte, sichere und zugewiesene Bandbreite für jeden Service zu ermöglichen.

Die Entwicklungen in diesem Jahr zeigen, dass sich IPX nicht nur für MNOs, sondern auch im Unternehmens- bzw. im mCommerce- und mPayment-Bereich zum Mainstream entwickeln wird.

William Dudley
Group Director, Produktmanagement Operator Services bei Sybase