05.06.2012
LTE boomt – eine Milliarde Nutzer bis 2017
Die Mobilfunktechnik Long Term Evolution (LTE) steht vor einem steilen Wachstum – dies ergibt eine Studie der Marktforscher von „Strategy Analytics“.
Smartphones steigern die Geschwindigkeit
Weltweit werden nach dieser kürzlich veröffentlichten Studie etwa 100 Millionen Menschen einen LTE-Vertrag abgeschlossen haben, bis Ende 2017 soll es eine Milliarde sein. Die USA, Südkorea und Japan werden dabei die Nase vorne haben und den Trend auch im Rest der Welt befeuern. LTE-Smartphones werden gerade vor allem in diesen Ländern massiv auf den Markt gebracht. Technikaffine Nutzer, die Techniken gerne bereits früh nutzen („Early Adopters“) lassen die Nutzerzahlen steigen. Gerade diese Technikaffinität begründet auch den Bedarf für LTE: Großer Datenhunger erfordert auch hohe Bandbreiten – LTE kann hier Abhilfe schaffen.
Doch auch in Deutschland werden derzeit massiv LTE-Endgeräte auf den Markt gebracht und Tarifpakete geschnürt: Vodafone bietet bereits LTE-Smartphones an, unter anderem das HTC Velocity 4G und das Samsung Galaxy II LTE, die Telekom und O2 wollen im Sommer ebenfalls folgen. Mobiles Internet per LTE am Laptop ist bei Vodafone und der Telekom bereits seit einigen Monaten Tarif-Realität.
Die Netzbetreiber brauchen LTE
LTE legt damit ein Tempo vor, das auf dem Mobilfunkmarkt ohne Beispiel ist: Nach der Studie von „Strategy Analytics“ wird es nur sieben Jahre dauern, bis die Milliarde geknackt ist, GSM und UMTS sind davon weit entfernt. Alleine der Marktstart von UMTS hat in Deutschland nach der Versteigerung der Frequenzlizenzen im Jahr 2000 vier Jahre gedauert.
Dienste-Anbieter und Netzbetreiber sind auf schnelles Wachstum bei LTE angewiesen, ist die Technik doch der Ausweg aus der Misere fallender Preise im Datenfunkgeschäft. Der Preiskampf ist hart und pro Gigabyte wird immer weniger Geld erlöst. Also müssen die Betreiber mehr Datenvolumen bereitstellen, um die absoluten Gewinne zu halten. Die LTE-Technik kann die Kapazitäten dafür liefern. Doch auch die Nutzer hungern nach immer mehr Daten in immer kürzerer Zeit: Anwendungen wie mobiles HD-Video-Streaming und Online-Gaming fordern immer mehr Daten und finden dank immer mehr Endgeräte immer größere Verbreitung. Das übertragene Volumen stieg in den letzten Jahren explosionsartig an und ein Ende dieses Trends ist nicht abzusehen.
Autor: JG



