06.06.2012
LTE: Netzausbau verzögert sich
Die Bundesnetzagentur halt den LTE-Netzausbau auf. Darüber beschweren sich Politik und Mobilfunkunternehmen: Die Genehmigungszeiten werden angesichts der Flut von Anträgen immer länger.
Über 8.000 Anträge sind aufgelaufen
Die Netzbetreiber müssen sich jeden Funkmast und jede Richtfunkstrecke genehmigen lassen, da sie beim Netzausbau an Vorgaben der Bundesnetzagentur gebunden sind. LTE darf erst dann in Städten ausgebaut werden, wenn 90 Prozent der kleineren Gemeinden mit Breitbandinternet versorgt sind.
In Gefahr sind Image und Gewinne
Die Verzögerungen durch die schiere Masse an Anträgen verärgert sowohl Politik als auch Mobilfunker. Die Politik sieht hier die eigenen gesteckten Ziele gefährdet – schließlich hat die Bundesregierung die Breitbandinitiative verkündet, um allen Deutschen schnelles Internet zu ermöglichen. Verzögerungen machen sich da schlecht. Die Mobilfunker verlieren schlicht Geld, je länger sie LTE nicht in Städten ausbauen dürfen. Der Netzausbau ist teuer und die Ballungsräume versprechen hohe Gewinne.
Verbände, Telekomkonzerne und Behörden befinden sich in Gesprächen, um dem Antragsstau Herr zu werden, doch gab es bisher kaum Ergebnisse. Die Bundesnetzagentur sucht nach Personal, außerdem arbeitet sie nach eigenen Angaben an der Einführung effektiverer Software.
Autor: JG



