14.03.2013

LTE-Telefonie im Test

Telefonieren per LTE wird derzeit noch nicht angeboten. Die aktuellen LTE-Smartphone verlassen bei Anrufen das LTE-Netz und schalten bei Telefonaten auf ein 2G oder 3G-Netz um. Auch wenn für Voice over LTE (VoLTE) noch kein Standard existiert, hat die Redaktion des Online-Magazins teltarif.de hat jetzt dennoch einen Test mit Telefonie via LTE durchgeführt.

Test im fahrenden Auto

Für den Test haben die teltarif.de-Tester das LTE-Smartphone HTC Velocity 4G verwendet. Darauf wurde der Voice over IP-Client (VoIP) von Sipgate installiert, der IP-Telefonie ermöglicht. In das Smartphone wurde eine LTE-Sim-Karte von Vodafone eingelegt und die Nutzung von 2G- und 3G-Netzen deaktiviert. So ausgerüstet funkt das Smartphone nur im LTE-Netz, beim Verlassen von LTE wird nicht auf GSM oder UMTS umgeschaltet.

Getestet wurde auf der Autobahn 66 zwischen Fulda und Frankfurt am Main. Im fahrenden Auto wurden sowohl die Verbindung sowohl bei eingehenden als auch bei abgehenden Gesprächen zuverlässig und schnell aufgebaut. Die Sprachqualität wird als sehr gut beschrieben. Auch bei schwachem LTE-Empfang wurde immer noch eine gute Sprachqualität erzielt. Am Rand der LTE-Versorgung traten Aussetzer bei der Sprachübertragung auf. Mit Verlassen der LTE-Abdeckung brach das Gespräch komplett ab.  

 

Wechsel zwischen den Netzstandards ist Voraussetzung

Der Test von teltarif.de zeigt, dass Telefonie auch in LTE-Netzen möglich ist. Der VoIP-Client von Sipgate lieferte im LTE-Netz eine gute Sprachqualität und zuverlässige Verbindungen selbst bei schwachem Empfang.

Sollte die Telefonie via LTE zum Standard werden, müsste ein Handover von LTE zu UMTS-Netzen und umgekehrt gewährleistet sein, damit die Verbindung nicht abbricht, wenn von einem Netz ins andere gewechselt wird. Datenverbindungen im GSM-Netz per EDGE oder GPRS bieten jedoch nicht genügend Bandbreite für VoIP.  Dennoch müsste auch hier ein Handover gewährleistet werden, um störungsfreie Telefonate in guter Qualität zu ermöglichen.

Autor: MB