27.03.2015

Telefónica Germany will LTE-Abdeckung erweitern

Telefónica Germany plant, bis zum Jahr 2016 etwa 90 Prozent der deutschen Bevölkerung mit LTE zu versorgen. Vom National Roaming – wodurch o2- und E-Plus-Kunden ab April das jeweils andere UMTS-Netz nutzen können – bleibt das 4G-Netz jedoch ausgeschlossen.

Flächendeckendes LTE vorerst nur für Outdoor-Versorgung

Bis 2016 soll die LTE-Abdeckung des Telefónica-Netzes in Deutschland auf 90 Prozent ausgeweitet werden. Dies teilte Telefónica-Germany-Chef Thorsten Dirks auf dem diesjährigen Mobile World Congress (MWC) in Barcelona mit.

Der Wert bezieht sich jedoch nur auf die Outdoor-Nutzung von LTE. Für die 4G-Versorgung in Gebäuden  muss das Netz weiterhin verdichtet werden. Geplant ist, dass das LTE-Netz von Telefónica einen ähnlichen Ausbaustand erreichen soll wie die heutigen GSM-Netze.

LTE-Netze von o2 und E-Plus sollen zusammengelegt werden

Zudem hat Dirks auf dem MWC mitgeteilt, dass am 15. April 2015 bundesweit das National Roaming startet. Damit können o2- und E-Plus-Kunden das UMTS-Netz des jeweils anderen Anbieters nutzen. Damit möchte Telefónica die Breitband-Abdeckung in Deutschland verbessern.

Für LTE gilt das National Roaming allerdings nicht. Stattdessen sollen die LTE-Netze von o2 und E-Plus zusammengelegt werden. Somit haben o2-Kunden die Möglichkeit, die von E-Plus ausgebauten städtischen LTE-1800-Netze zu nutzen. Umgekehrt können E-Plus-Kunden auf die in die Fläche ausgebaute 4G-Abdeckung im 800-Megahertz-Bereich von o2 zurückgreifen.

National Roaming gilt auch für Billig-Anbieter

Von dem National Roaming profitieren nicht nur o2- und E-Plus-Kunden, sondern auch Kunden von Billigmarken wie Simyo, Base, Fonic, Tchibo oder Aldi Talk. Ungewiss ist hingegen, ob die Neu-Regelung für virtuelle Netzbetreiber wie sipgate (simquadrat) gilt. Die nutzen zwar die Funkmasten von E-Plus mit, betreiben aber die dahinterliegende Netztechnik selbst.

Das National Roaming soll automatisch erfolgen. Sobald in einem UMTS-Netz einer Telefónica-Marke ein bestimmter Feldstärke-Schwellwert unterschritten wird, schaltet das Gerät in das andere Netz um. Ein Zurückbuchen ins Heimatnetz erfolgt in einem derzeitigen Test-Lauf ebenfalls automatisch sobald dieses empfangen wird – auch wenn das Signal schwach ist.

Autor: ES