13.04.2015

Was man beim LTE-Smartphone-Kauf beachten sollte

Wer sich ein LTE-Smartphone zulegen möchte, muss mittlerweile nicht mehr hunderte von Euro ausgeben. Einsteigermodelle mit einem LTE-Modem gibt es bereits für unter 150 Euro. Dennoch gibt es vor dem Kauf einiges zu beachten.

Günstige LTE-Smartphones von Samsung, Sony und Co.

LTE – auch 4G – ist ein Mobilfunkstandard der vierten Generation und wird von den deutschen Netzbetreibern mittlerweile flächendeckend angeboten. Da lohnt es sich, über den Kauf eines entsprechenden Gerätes nachzudenken, mit dem man auch unterwegs den 4G-Standard nutzen kann.

Lange galten LTE-Smartphones als teure High-End-Modelle. Mittlerweile bieten fast alle namenhaften Hersteller günstige Modelle mit LTE-Funktion an – darunter das Motorola Moto E (2. Generation) für 129 Euro, das Nokia Lumia 625 ab 90 Euro, das LG Optimus F5 ab 100 Euro, das Xperia E4g von Sony ab 120 Euro oder das Samsung Galaxy Ace 3 LTE ab 120 Euro.

LTE ist nicht gleich LTE

Wer LTE auch unterwegs nutzen möchte, braucht dafür drei Dinge: Ein Smartphone mit LTE-Chip, einen LTE-Datentarif sowie LTE-Empfang in den Regionen, in denen man sich in der Regel aufhält. Die Verfügbarkeit von LTE kann bei den Netzbetreibern online getestet werden. Dafür stehen sogenannte Netzabdeckungskarten zur Verfügung.

Beim Kauf eines LTE-Smartphones ist es vor allem wichtig zu wissen, welche LTE-Ausbaustufe das Gerät unterstützt. Module mit LTE Cat.3 sind für maximal 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Download beziehungsweise 50 Mbit/s im Upload ausgelegt. Geräte der Cat.4 unterstützen bis zu 150 Mbit/s im Download und 50 Mbit/s im Upload.

Wer mit bis zu 300 Mbit/s surfen möchte, muss ein Geräte mit LTE Cat.6 (auch LTE Advanced) erwerben. Die Angebote für LTE Advanced sind aber noch sehr rar und teuer. Das gilt auch für entsprechende Geräte. Für den täglichen Gebrauch dürften LTE-Smartphones mit LTE Cat.3 ausreichen – zumal viele LTE-Tarife von den Anbietern sowieso auf maximal 21 Mbit/s beschränkt sind.

LTE nutzt weltweit 40 verschiedene Bänder

Ebenfalls wichtig zu wissen ist, welche Frequenzbänder das Smartphone unterstützt. Dies gilt vor allem dann, wenn man öfters im Ausland unterwegs ist und dort LTE nutzen möchte. Auch wenn LTE ein weltweit definierter Standard ist, nutzen die Länder dafür unterschiedliche Frequenzen. Insgesamt wird auf 40 unterschiedlichen Bändern gefunkt und empfangen.

Das bedeutet, dass ein in Deutschland erworbenes LTE-Handy in den USA mitunter nicht funktioniert und man dort auf WLAN ausweichen muss. Hierzulande greifen die Netzbetreiber auf die Frequenzbänder 800 Megahertz (MHz), 1,8 Gigahertz (GHz) sowie 2,6 GHz zurück. Aber: Die meisten Smartphones unterstützen mehrere Bänder und Frequenzen – beim iPhone 6 sind es beispielsweise 20 LTE-Bänder.

Für wen lohnt sich LTE wirklich?

Wer über den Erwerb eines LTE-Smartphones nachdenkt, sollte auch sein eigenes Nutzungsverhalten berücksichtigen. LTE ist aufgrund seiner hohen Geschwindigkeiten und kurzen Latenzzeiten vor allem für das Streamen von Full-HD-Videos oder das Spielen von Online-Games geeignet.

Wer mit seinem Smartphone jedoch nur gelegentlich Nachrichten liest und E-Mails checkt, der dürfte mit einem normalen Smartphone und einem günstigeren LTE-Smartphone-Tarif, der 3G-Geschwindigkeiten bietet, ausreichend bedient sein. 

Autor: ES