15.04.2015

Intelligente Stromzähler kommunizieren via LTE

Künftig sollen intelligente Stromzähler über das LTE-Netz kommunizieren können. Bisher geschieht dies über reguläre Internetleitungen sowie über das Stromnetz.

Schnelle und stabile Übermittlung von Daten

Ericsson, Telefónica Deutschland und Forscher der RWTH Aachen haben in gemeinsamen Tests demonstriert, dass intelligente Stromzähler auch über das LTE-Netz kommunizieren können. Laut einer Mitteilung von Ericsson bietet der 4G-Standard somit eine flexible Alternative zur Anbindung der Stromzähler per Ethernet oder mittels Powerline über das Stromkabel.

Im Test kam von Ericsson die LTE-Basisstation am Eon Research Center der RWTH Aachen zum Einsatz. Mit 4G waren die intelligenten Stromzähler dazu in der Lage, mit einer Gegenstelle zu kommunizieren, wenn die Basis stark ausgelastet war. Für die Datenübertragung griff man auf die per Quality of Service (kurz QoS) priorisierte MMS-Nachrichten zurück. Das sind Daten gemäß der Manufacturing Messaging Specification. Die gesendeten Daten kamen mit einer Latenz von unter 100 Millisekunden bei der Gegenstelle an.

Smart Meter informieren über Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien

Die intelligenten Stromzähler – im Englischen als Smart Meter bekannt – unterstützen laut Ericsson die Stromanbieter bei der Verbreitung erneuerbarer Energien in ihren Stromnetzen. Die Smart Meter sollen dabei die Kunden unter anderem darüber informieren, wann besonders viel Solarstrom oder Windenergie verfügbar ist. Somit könnten Kunden ihr Stromnutzungsverhalten an die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien anpassen.

Zudem helfe laut Professor Monti von der RWTH Aachen der Einsatz von intelligenten Stromzählern bei der Umrüstung der Stromnetze zu Smart Grids. Mit diesen schlauen Stromnetzen haben die Anbieter die Möglichkeit, gezielt einen höheren Anteil erneuerbarer Energien einzuspeisen, ohne an Zuverlässigkeit einzubüßen.

Autor: ES