17.04.2015

Retter in der Not: LTE-U soll überfüllte Datennetze entlasten

LTE-U ist der neue Stern am Mobilfunk-Himmel. Damit werden unlizenzierten LTE-Frequenzen im 5-Gigahertz-Bereich bezeichnet. Dieses Vorgehen würde Platz schaffen auf der überfüllten Datenautobahn in den Datennetzen.

LTE-U für Small-Cell-Umgebungen optimal

Viele Netzbetreiber und Netzwerk-Unternehmen planen, LTE im derzeit noch unlizenzierten 5-GHz-Bereich zu nutzen. Dieses Vorgehen bezeichnet die Branche als LTE-U. Damit würde man Platz schaffen in den überfüllten Datennetzen, die mittlerweile Unmengen von Daten transportieren müssen.

Der Netzbetreiber Vodafone sowie die Netzwerk-Unternehmen Qualcomm und Ericsson experimentieren bereits mit LTE-U. Vor allem Small-Cell-Umgebungen könnte die Lösung zugutekommen. Als Small-Cell-Umgebungen werden Bereiche bezeichnet, in denen viel Bandbreite auf begrenztem Raum benötigt wird – also Bahnhöfe, Fußballstadien oder Flughäfen. Um größere Außenbereiche abzudecken, ist LTE-U nicht geeignet. Der Grund: Wie bei normalen WLAN-Routern ist die Reichweite im 5-GHz-Bereich nicht sonderlich groß.

Störungen im WLAN-Bereich befürchtet

Die Entwickler versprechen sich viel von LTE-U. So soll die Lösung geringe Latenzzeiten von weniger als 1 ms bieten sowie um 1.000-fach energieeffizientere Datenübertragungen und sehr stabile Verbindungen.

Eingeführt werden soll LTE-U in Europa und Nordamerika im Rahmen des 3GPP Release 13. Bis dahin wird aber noch etwas Zeit vergehen. So muss zuerst geklärt werden, wie sich LTE-U und 5 GHz WLAN gegenseitig beeinflussen. Darin sehen vor allem Unternehmen wie der Fritz!Box-Hersteller AVM ein Problem. Man befürchtet Störungen im WiFi-Bereich – Sorgen, die Qualcomm nicht teilt.

Autor: ES