21.04.2015

LTE aus der Luft – Google und Facebook machen es möglich

Google und Facebook wollen auch Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern mit schnellem Internet versorgen. Google und Facebook setzen dafür mit ihren Netz-Initiativen "Project Loon" beziehungsweise „Internet.org“ auf eine LTE-Versorgung aus der Luft.

Ein Helium-Ballon soll 40 Kilometer Land mit LTE versorgen

Internet aus der Luft? Klingt wie in einer Science-Fiction-Vision. Doch der IT-Konzern Google plant, mit seinem Projekt Loon ebendies zu realisieren. Zum Einsatz kommen sollen Ballone, die in etwa 20 Kilometern Höhe LTE-Signale auf die Erde senden. Die Ballone sollen mit Helium gefüllt und zusätzlich mit Solarmodulen versehen werden, die bei voller Sonneneinstrahlung etwa 100 Watt Energie produzieren.

In der aktuellen Entwicklungsstufe ist geplant, dass ein einzelner Ballon eine Region von rund 40 Kilometern mit LTE versorgt. Er soll bis zu 100 Tage in der Luft bleiben können. Zudem möchte Google bei dem Projekt mit Mobilfunk-Anbietern kooperieren, um direkt ein Angebot für handelsübliche LTE-Smartphones bereitzustellen.

Facebook-App für kostenfreien Zugang zu eigenen Diensten

Facebook setzt mit seiner Initiative "Internet.org" hingegen auf einen Mix aus Drohnen, Satelliten und Laser-Übertragung, um ärmere Regionen auf der Welt mit schnellem Internet zu versorgen. Ein Vorteil sieht Facebook in den relativ günstigen Übertragungs-Geräten, die das Signal aus dem Himmel in ein WLAN-Signal für Smartphones umwandeln.

Um den Internet-Service zu verbreiten, will Facebook eine App einsetzen, die einen kostenfreien Zugang zu Basis-Services wie Google, Wetterdienste oder Facebook ermöglicht.

Laut Angaben der Initiative ist der Service in Teilen von Afrika, Lateinamerika und Asien bereits verfügbar.

Aber es gibt auch Kritik zu den Vorhaben. So heißt es etwa, dass  Google und Facebook ihre Marktmacht ausnutzen und die Netzneutralität untergraben. So sind mit Facebooks Internet.org beispielsweise hauptsächlich eigene Dienste gratis nutzbar.

Autor: ES