29.04.2015

Mobiles Surfen im Urlaub: Roaming-Optionen bei Discount-Anbietern

Viele Nutzer wollen mit ihrem Tarif auch auf Reisen surfen. Mittlerweile bieten nicht nur die Funknetz-Betreiber bestimmte Roaming-Optionen an. Auch zahlreiche Discounter wie Congstar, Otelo oder Fonic haben Roaming-Optionen im Angebot – und sind dabei sogar oftmals günstiger.

Internet-Nutzung im Urlaub (Foto: Michael Coghlan / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Im Telekom-Funknetz wird die Internet-Verbindung nach Surfvolumen-Verbrauch unterbrochen

Wer hierzulande einen günstigen Internet-Flat-Tarif eines Discount-Anbieters nutzt und auf dessen Dienste auch im Ausland nicht verzichten möchte, kann auf sogenannte Roaming-Optionen zurückgreifen.

Die Telekom-Tochter Congstar bietet beispielsweise einen „Travel&Surf DayPass“ und einen „Travel&Surf WeekPass“ an. Der Tages-Internet-Flat-Datentarif kostet inklusive 50 Megabyte (MB) Datenvolumen 2,90 Euro pro Tag. Für den Wochen-Pass fallen mit 100 MB 9,90 Euro an. Nach Verbrauch des Volumens wird die Verbindung zum Internet getrennt. Wer weiter mobiles Breitband-Internet nutzen möchte, muss einen weiteren Pass buchen.

Die ebenfalls im Telekom-Funknetz angebotenen Prepaid-SIM-Karten von Penny Mobil und ja!mobil können ebenfalls mit den Roaming-Optionen von Congstar genutzt werden.

Mögliche Kostenfallen bei Vodafone-Breitband-Netz-Discountern

Der Vodafone-Discounter Otelo vermarktet für mobiles Websurfen auf Reisen eine Wochen-Option. Für 4,99 Euro gibt es 100 MB Surfvolumen. Der Internet-Datenflat-Tarif ist sieben Tage gültig. Bei Fyve und Edeka Mobil kann die Option ebenfalls gebucht werden.

Wichtig zu wissen ist, dass nach Verbrauch des Volumens nicht wie im Telekom-Datennetz die Internet-Verbindung getrennt wird, sondern ein Standardpreis von 23,8 Cent pro MB berechnet wird. Darüber hinaus gilt die Option nicht für die Nutzung in der Schweiz. 

Ortel Mobile: 750 MB Datenvolumen für 20 Euro

Aldi Talk bietet für 4,99 Euro ebenfalls eine Wochen-Option an. Inklusive sind 150 MB Volumen. Genutzt wird das Funknetz von E-Plus. Sind die 150 MB versurft, berechnet Aldi Talk für jedes weitere MB 23 Cent.

Ein interessantes Angebot gibt es bei Ortel Mobile: Für 20 Euro kann der Nutzer 30 Tage mobiles Surfen nutzen. Inklusive sind 750 MB Volumen plus 300 Gesprächsminuten für Anrufe aus dem EU-Ausland plus Schweiz in alle Staaten der Europäischen Union und in die Schweiz.

Nach Verbrauch der Freiminuten werden 9 Cent pro Minute berechnet. Für mobiles Websurfen gilt der Standardpreis in Höhe von 23 Cent je MB. Allerdings gibt es die Möglichkeit, weitere Daten-Optionen dazuzubuchen. 500 MB extra kosten beispielsweise 9 Euro.

Mobiles Breitband-Internet im Urlaub: Tagespakete ab 2 Euro

Bei Fonic gibt es Tagespakete im Funknetz von o2. Das „EU Internet Tages-Pack“ kostet beispielsweise mit 50 MB 1,95 Euro. Nach Verbrauch des Volumens wird die Speedrate für den Rest der gebuchten Zeit auf maximal 2 Kilobit pro Sekunde gedrosselt. Surfen ist mit dieser Speedrate nicht mehr möglich.

Auch Lidl Mobile vermarktet zu ähnlichen Konditionen ein Tagespaket. Für 1,99 Euro gibt es 50 MB Inklusivvolumen. Zudem wird ein Wochenpaket angeboten mit 150 MB für 4,99 Euro. Auch Tchibo bietet eine Wochen-Option inklusive 100 MB Inklusivvolumen für 4,95 Euro an.

Viele Allnet-Tarif-Angebote bei Drillisch

Der Drillisch-Konzern vermarktet über seine Marken simplytel oder yourfone das „Smartphone DayPack EU“. Pro Nutzungstag werden 1,95 Euro berechnet. Dafür stehen 50 MB Download Volumen zur Verfügung. Realisiert werden die Angebote im o2-Funknetz. Für 4,50 Euro gibt es zudem die Monats-Option „EU Internet“ mit 100 MB Surfvolumen. Nach Erreichen der 100 MB werden pro MB 15 Cent berechnet. Wer damit 30 MB erreicht, das heißt, weitere 4,50 Euro versurft hat, surft für die nächsten 100 MB kostenlos weiter. Ab 200 MB Verbrauch wiederholt sich der Kosten-Zyklus.

Wichtig zu beachten ist, dass die zahlreichen Drillisch-Marken mitunter unterschiedliche Roaming-Optionen vermarkten. Wer einen höherwertigen Internet-Datenflat-Tarif gebucht hat, muss für die Auslandsnutzung zum Teil nichts weiter zahlen.

Autor:ES