26.11.2015

Deutsche Netzbetreiber planen LTE-Ausbau in Münchener U-Bahn

Der Mobilfunkstandard LTE kommt in die U-Bahn. Ab 2016 soll das Münchener U-Bahn-Netz mit der 4G-Technik ausgestattet werden und somit auch während der Fahrt für schnelles Surf-Vergnügen sorgen.

Gemeinsames Projekt von Vodafone, Telekom und Telefónica

Unter der Federführung von Vodafone planen die deutschen Netzbetreiber, die Münchener U-Bahn mit LTE auszustatten. Der Netz-Ausbau soll in zwei Stufen erfolgen: Bis Juni 2015 sollen die Fahrgäste mehr Kapazität im U-Bahnstreckennetz erhalten, bis Ende 2017 sollen die Gäste von weiteren – bisher nicht genauer genannten – Vorteilen profitieren. Bisher wird das Streckennetz der Münchener U-Bahn mit insgesamt 140 Funkzellen via GSM und UMTS versorgt.  

Im zweiten Quartal 2015 verteilt sich die Kapazität auf über 200 Funkzellen, die mit dem 3G-Turbo HSPA ausgestattet sind. Um diese Funkzellen künftig mit LTE aufzurüsten, wird von den Netzbetreibern Vodafone, Telekom Deutschland und Telefónica Deutschland ein neuer Technikraum errichtet. Darin sollen die Drähte und Signale zusammenlaufen. Dies schafft die technische und strukturelle Basis für die unterirdische LTE-Technik.

München wird zweite deutsche Metropole mit LTE in der U-Bahn

Die Netzbetreiber wollen im Laufe des kommenden Jahres mit der Planung für das LTE-Netz beginnen. Das Besondere an dem geplanten Netzausbau in der Münchener U-Bahn ist, dass alle deutschen Netzbetreiber die technischen Herausforderungen gemeinsam angehen und finanzieren. Mit der Zusammenarbeit soll München bis 2017 die zweite deutsche Großstadt mit einer LTE-Versorgung in der U-Bahn werden.

„Wir sehen im täglichen Betrieb, wie wichtig die mobile Datenanbindung für unsere Fahrgäste ist. Egal ob über oder unter der Erde: Es wird einfach erwartet, dass die Handynutzung in schneller Geschwindigkeit möglich ist“, erklärt Herbert König, Vorsitzender der Geschäftsführung der Münchener Verkehrsgesellschaft MVG.

Autor: ES