Ratgeber LTE-Netbooks

Ein LTE-Netbook ist ein kleiner, tragbarer Computer mit einem eingebauten Funkmodem, das mit der LTE-Technik senden und empfangen kann.

Netbooks haben in der Regel einen Bildschirm mit einer Bildschirmdiagonale unter zwölf Zoll, auch die Tastatur ist deutlich kleiner. Sie sind konzipiert als Gerät, mit dem man vorwiegend mobil ins Internet geht. Für andere Funktionen wie beispielsweise Schreiben oder Erstellen von Grafiken sind sie deutlich weniger geeignet.

Derzeit gibt es drei LTE-Netbooks, die bereits der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Alle drei sind noch nicht im Handel. Die ersten Netbooks wird es voraussichtlich im ersten Halbjahr 2011 im LTE-Netz des US-amerikanischen LTE-Betreibers Verizon Wireless geben.

Die LTE-Modems

Das ins Netbook eingebaute LTE-Modem ist eine kleine Funksendeanlage, die im Inneren des Computers liegt und von außen nicht zu sehen ist. Während Sticks, Router und Modems in Kartenform von außen über einen Steckplatz ans Gerät angeschlossen werden, sind sie hier unter der Haube verborgen. Der Vorteil: Steckplätze, wie beispielsweise die USB-Anschlüsse bleiben frei für andere Funktionen wie USB-Speichersticks.

Solche LTE-Modems zum Einbau in tragbare Rechner bieten die Chiphersteller bereits an. Sie werden von Netbook-Herstellern jedoch erst dann in mehr Geräte eingebaut werden, wenn sich ein hinreichend großer Markt für solche LTE-Netbooks gebildet hat. Erste Wahl als Modem werden zunächst die LTE-Surfsticks sein, mit denen bereits vorhandene mobile Rechner für die neue Datenfunktechnik nachgerüstet werden.

Drei Netbooks im Rennen

Derzeit gibt es drei LTE-Netbooks, die der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Alle drei wurden auf der Basis bereits bestehender Modelle mit einem LTE-Funkmodem aufgerüstet. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass dies der Entwicklungsweg sein wird, den die meisten mobilen LTE-Rechner nehmen – ein erfolgversprechendes Modell wird mit der neuen Technik nachgerüstet und wird allenfalls noch im Bereich Kamera oder Festplatte aufgenordet.

Die südkoreanische Samsung zeigte Anfang 2010 das erste LTE-Netbook, das Samsung LTE N150. Es ist schon länger auf dem Markt und nach Aussagen von Experten ein Netbook wie viele andere auch. Die LTE-fähige Variante mit dem eingebauten Funkmodem gibt es derzeit noch nicht zu kaufen, sie existiert nur als Demonstrationsmodell.

Die beiden anderen Modelle dagegen werden schon bald – voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2011 – vom amerikanischen LTE-Betreiber Verizon Wireless verkauft: der HP Pavilion dm1-3010nr von Hewlett Packard hat einen 11,6-Zoll Bildschirm, einen Arbeitsspeicher von zwei Gigabyte und einen Festplattenspeicher von 320 Gigabyte. Gleichfalls von Hewlett Packard kommt der Compaq Mini CQ10-688NR, er hat einen 10,1-Zoll-Bildschirm, einen Arbeitsspeicher von einem Gigabyte und einen Festplattenspeicher von 250 Gigabyte.

Fazit: Die ersten LTE-Netbooks gibt es in den USA

Die ersten LTE-Netbooks wird man wohl in den USA kaufen können. Wann solche mobilen Rechner nach Deutschland oder Österreich kommen, ist derzeit noch unbekannt.

Wer ein solches Gerät kauft, sollte in jedem Fall darauf achten, dass es außer LTE noch möglichst viele ältere Mobilfunktechniken beherrscht, denn bis zum wirklich flächendeckenden Ausbau des Netzes wird es noch einige Zeit brauchen. Da sollte man sich fürs mobile Internet immer eine Ausweichtechnik offen halten.

Autor: ET